Modegeschichte des 16. Jahrhunderts

Mode im 16. Jahrhundert
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Gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen prägen die Welt der Mode seit dem Anbeginn der Zeiten. Im Kontext der jeweiligen Epochen zeigen sich faszinierende Entwicklungen, die wir Ihnen aktuell im Laufe einer historisch wertvollen Serie näher vorstellen. Nach einer ersten Zeitreise ins Mittelalter, stark von byzantinischen und burgundischen Vorbildern beeinflusst, folgt nun ein Sprung ins 16. Jahrhundert. Von revolutionären Entdeckungen und Erfindungen offenkundig beeindruckt, ergibt sich eine auch modisch überaus bewegte Zeit.


Die Renaissance-Revolution

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das mittelalterliche Weltbild gleich mehrfach in seinen Grundmanifesten erschüttert. Humanismus, Individualität, Buchdruck und die Entdeckung Amerikas – wichtige Faktoren für gesellschaftliche Umwälzungen, die unter anderem auch die Bevölkerung mit Modebewusstsein segnete. Diese Revolution der bürgerlichen Kleidung ging zu Beginn des 16. Jahrhunderts vor allem von Italien aus. Venedig und Mailand wurden zu Mode-Metropolen, die Ideen und der Stil der Renaissance sogleich in die Welt hinausgetragen.

Die größte Veränderung erfuhr damals die Männermode. Der Hosenlatz wurde zur Schamkapsel, über den engen und kurzärmeligen Wamst trug man(n) eine Schaube mit weitem Überrock. Viele dieser Aspekte fanden sich schnell in der Damenmode wieder. Vor allem die Schaube mit ihrem auffälligen Rückenkragen erfreute sich besonderer Beliebtheit, oft bis zum Fuß getragen und in Mieder und Rock geteilt. Geschlitzte Kleidungsstücke, inspiriert durch die Kleidung der Landsknechte, waren plötzlich en vogue.

Modische Grüße aus Spanien und Frankreich

Für damalige Zeiten galt die italienische Renaissance-Mode als ziemlich unsittliche Angelegenheit. So nahmen spanische Einflüsse, wenig überraschend, ab Mitte des 16. Jahrhunderts das Heft in die Hand und manifestierten den wachsenden politischen und wirtschaftlichen Einfluss somit auch auf Bekleidungsebene. Ein deutlich eleganterer Stil begann sich durchzusetzen. Die Schaube wurde zum oberschenkellangen Mantel mit flachem Kragen, während sich zugleich der Mühlsteinkragen und das Korsett nach und nach herausbildeten – beides Elemente der französischen Mode, die Ende des 16. Jahrhunderts angesagt war.

Um die Jahrhundertwende wurde das Korsett hingegen zum rege diskutierten Objekt der modischen Begierde. Immer stärkere Einschnürungen gingen zulasten der Gesundheit und führten sogar ärztliche Proteste herbei. „Sans ventre“, also „ohne Bauch“, spaltete die Gesellschaft und somit auch die Modelandschaft. Während sich bei der Männermode in dieser Zeit nicht sonderlich viel tat, erhielt Frau als Alternative das sogenannte Reformkleid. Es saß besonders locker und schnürte nicht ein, konnte sich allerdings modisch nie behaupten und verschwand schnell wieder von der Bildfläche.

Bis zum heutigen Tag werden modische Strömungen und Entwicklungen heiß diskutiert. Kein Ort ist besser dafür geeignet als die Fachmessen der Brandboxx Salzburg. Hier erfahren Fachbesucher schon heute, was übermorgen angesagt sein wird. Werfen Sie einen Blick auf die kommenden Messetermine – bei Ausstellungs- und Akkreditierungsfragen helfen wir gerne weiter!

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